Historische Leuchttürme, kilometerlange Sandstrände, einzigartige Naturlandschaften und spannende Zeugnisse der Seefahrtsgeschichte: Borkum bietet eine beeindruckende Vielfalt an Sehenswürdigkeiten. Die größte der Ostfriesischen Inseln ist weit mehr als ein klassisches Reiseziel für Strandurlauber. Zwischen Nordsee, Dünen und historischem Ortskern warten zahlreiche Ausflugsziele, die sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken lassen.
Wer Borkum zum ersten Mal besucht, sollte unbedingt die berühmten Leuchttürme, die Strandpromenade und den historischen Walfängerfriedhof kennenlernen. Naturliebhaber finden dagegen an den Seehundbänken, in den Dünen und an den weitläufigen Stränden besondere Erlebnisse.
Wir stellen Ihnen die 15 schönsten Sehenswürdigkeiten auf Borkum vor, erklären ihre Besonderheiten und geben praktische Tipps für die Besichtigung. Außerdem erfahren Sie, welche Ausflugsziele sich miteinander kombinieren lassen und welche Attraktionen auch bei schlechtem Wetter interessant sind.
Das Wichtigste zu Borkums Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
- Bekanntestes Wahrzeichen: Der Neue Leuchtturm mit seiner markanten Backsteinarchitektur und der Aussicht über die Insel.
- Historisches Highlight: Der Alte Leuchtturm und der benachbarte Walfängerfriedhof.
- Schönste Naturerlebnisse: Die Dünenlandschaft, der Nordstrand und die Seehundbänke.
- Besonders für Familien: Die Borkumer Kleinbahn, das Feuerschiff Borkumriff und das Wassermuseum.
- Für Kulturinteressierte: Das Heimatmuseum Dykhus und der Musikpavillon.
- Fortbewegung: Viele Sehenswürdigkeiten im Ortszentrum sind fußläufig erreichbar. Für Ausflüge in die Natur eignet sich das Fahrrad.
- Beste Reisezeit: Von Frühjahr bis Herbst lassen sich besonders viele Aktivitäten kombinieren. Die Insel ist aber ganzjährig einen Besuch wert.
1. Neuer Leuchtturm – das Wahrzeichen von Borkum
Der Neue Leuchtturm gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel und prägt mit seiner Höhe von rund 60 Metern das Stadtbild. Der imposante Backsteinturm wurde 1879 errichtet, nachdem der Alte Leuchtturm durch einen Brand seine Funktion verloren hatte.
Bis heute dient der Neue Leuchtturm der Orientierung von Schiffen in der Nordsee. Seine Geschichte ist eng mit der Entwicklung Borkums als Seefahrtsstandort verbunden.
Das besondere Highlight ist die Aussichtsplattform. Nach dem Aufstieg über mehr als 300 Stufen eröffnet sich bei guten Sichtverhältnissen ein beeindruckender Rundblick über die Stadt, die Dünen, die Strände und das Meer.
Der Neue Leuchtturm ist besonders für Erstbesucher ein absolutes Muss. Wer die Insel von oben betrachten möchte, sollte dieses Ausflugsziel möglichst bei klarer Sicht einplanen.
Besuchertipp: Informieren Sie sich vorab über die aktuellen Öffnungszeiten und darüber, ob die Aussichtsplattform zugänglich ist. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und kleine Kinder ist der Treppenaufstieg möglicherweise nicht geeignet.
Ausführliche Informationen zur Geschichte und Architektur finden Sie in unserem Artikel über den Neuen Leuchtturm auf Borkum.
2. Alter Leuchtturm – eine Reise in Borkums Vergangenheit
Der Alte Leuchtturm, auch als „De Olde Baas“ bekannt, zählt zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Insel. Er wurde bereits 1576 errichtet und diente zunächst als Landmarke und Kirchturm.
Später erhielt das Gebäude ein Leuchtfeuer, das Schiffen bei der Navigation vor der Insel half. Ein Brand im Jahr 1879 beendete schließlich seine Nutzung als aktiver Leuchtturm.
Heute erinnert der historische Turm an mehrere Jahrhunderte Borkumer Inselgeschichte. Seine massive Backsteinarchitektur unterscheidet sich deutlich vom schlankeren Neuen Leuchtturm.
Besonders sehenswert ist auch die unmittelbare Umgebung. Hier befindet sich der historische Walfängerfriedhof, der von der Zeit erzählt, als zahlreiche Borkumer Männer auf Walfang gingen.
Wer sich für Geschichte interessiert, sollte den Alten Leuchtturm und den Walfängerfriedhof gemeinsam besuchen.
Besuchertipp: Der Alte Leuchtturm ist seit längerer Zeit wegen brandschutztechnischer Anforderungen nicht regulär besteigbar. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch den aktuellen Stand möglicher Besichtigungen oder Ausstellungen.
Mehr über die wechselvolle Geschichte erfahren Sie im Beitrag Borkumer Alter Leuchtturm.
3. Elektrischer Leuchtturm – ein außergewöhnliches technisches Denkmal
Eine Besonderheit Borkums ist die große Zahl historischer Seezeichen. Neben dem Alten und dem Neuen Leuchtturm besitzt die Insel einen weiteren markanten Turm: den Elektrischen Leuchtturm.
Er wird auch als Kleiner Leuchtturm bezeichnet und steht im südwestlichen Teil des Inselortes. Der rot-weiße Turm wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und gehört zu den frühen elektrisch betriebenen Leuchtfeuern Deutschlands.
Seine Gestaltung unterscheidet sich deutlich von den großen Backsteintürmen. Gerade dieser Kontrast macht ihn zu einem interessanten Fotomotiv.
Der Elektrische Leuchtturm ist besonders für Besucher interessant, die maritime Technik und historische Navigationssysteme kennenlernen möchten.
Der Turm lässt sich gut in einen Spaziergang durch den südlichen Inselort integrieren. Eine reguläre touristische Besteigung ist nicht vorgesehen.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel über den Borkumer Elektrischen Leuchtturm.
4. Walfängerfriedhof – ein eindrucksvoller Ort der Inselgeschichte
Direkt am Alten Leuchtturm befindet sich eine der geschichtlich interessantesten Sehenswürdigkeiten Borkums: der historische Walfängerfriedhof.
Im 17. und 18. Jahrhundert war der Walfang für viele Inselbewohner eine wichtige Erwerbsquelle. Borkumer Seeleute nahmen an gefährlichen Fahrten in arktische Gewässer teil. Manche kehrten von diesen Reisen nicht zurück.
Die historischen Grabsteine und Erinnerungszeichen erzählen von den Familien und Seefahrern dieser Zeit. Besonders auffällig sind die Walknochen, die an die Bedeutung des Walfangs für die Insel erinnern.
Der Friedhof ist heute ein stiller Ort des Gedenkens und zugleich ein wichtiges Zeugnis der Borkumer Geschichte.
Der Walfängerfriedhof vermittelt einen eindrucksvollen Einblick in eine Zeit, in der das Leben vieler Inselbewohner unmittelbar von der Seefahrt abhing.
Besuchertipp: Nehmen Sie sich Zeit, die historischen Grabmale zu betrachten. Zusammen mit dem Alten Leuchtturm und dem nahegelegenen Heimatmuseum ergibt sich ein schöner kulturgeschichtlicher Rundgang.
Mehr zur Entstehung und den Besonderheiten erfahren Sie im Artikel Walfängerfriedhof auf Borkum.
5. Heimatmuseum Dykhus – die Geschichte der Insel entdecken
Wer mehr über das frühere Leben auf Borkum erfahren möchte, sollte das Heimatmuseum Dykhus besuchen. Das Museum vermittelt Einblicke in die Entwicklung der Insel, ihre Seefahrtstraditionen und die Lebensbedingungen vergangener Generationen.
Zu sehen sind historische Gegenstände und Ausstellungsstücke, die das Leben der Borkumer Bevölkerung dokumentieren. Maritime Themen spielen dabei eine wichtige Rolle.
Besonders interessant ist der Wandel der Insel: Aus einer stark von Schifffahrt, Fischerei und Walfang geprägten Gemeinschaft entwickelte sich im Laufe der Zeit ein beliebtes Nordseeheilbad.
Das Heimatmuseum ist eines der besten Ausflugsziele auf Borkum, um hinter die touristische Fassade der Insel zu blicken.
Für Familien mit Schulkindern bietet das Museum die Gelegenheit, Geschichte anhand konkreter Gegenstände und Geschichten kennenzulernen.
Besuchertipp: Das Museum eignet sich auch für einen Regentag. Prüfen Sie vorab die Öffnungszeiten, da diese saisonal variieren können.
Weitere Informationen enthält unser Artikel über das Heimatmuseum Dykhus auf Borkum.
6. Wasserturm und Wassermuseum – woher kommt das Trinkwasser?
Mitten auf einer von Salzwasser umgebenen Insel ist die Versorgung mit Süßwasser eine besondere Herausforderung. Wie Borkum diese Aufgabe bewältigt, erfahren Besucher im historischen Wasserturm und im angeschlossenen Wassermuseum.
Der Borkumer Wasserturm, auch „Watertoorn“ genannt, ist ein markantes Bauwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert. Er erinnert an die Geschichte der Wasserversorgung und zeigt, welche technische Infrastruktur für das Leben auf einer Nordseeinsel notwendig ist.
Im Museum erfahren Besucher unter anderem, wie Wasser gewonnen, gespeichert und genutzt wird. Ein besonders interessantes Thema ist die Süßwasserlinse unter der Insel.
Das Wassermuseum verbindet Technikgeschichte mit Umweltbildung und ist damit auch für Familien mit Kindern ein lohnendes Ausflugsziel.
Je nach Besuchsangebot sind Ausstellungen, Führungen und Einblicke in den historischen Turm möglich.
Besuchertipp: Informieren Sie sich vorab über Eintrittspreise, Führungen und die Zugänglichkeit der verschiedenen Bereiche.
Mehr zur Geschichte und zum Museumsangebot lesen Sie im Artikel Borkumer Wasserturm und Wassermuseum.
7. Großes Kaap – ein historisches Seezeichen in den Dünen
Nicht alle historischen Orientierungspunkte für die Schifffahrt sind Leuchttürme. Eine besondere Sehenswürdigkeit auf Borkum ist das Große Kaap, ein weithin sichtbares Seezeichen.
Das Bauwerk wurde im 19. Jahrhundert errichtet und diente der Navigation auf See. Anders als ein Leuchtturm besitzt ein Kaap kein aktives Leuchtfeuer. Stattdessen nutzten Seeleute seine markante Form als Orientierungshilfe.
Das Große Kaap steht in der Dünenlandschaft und erinnert an eine Zeit, in der die Navigation wesentlich stärker von sichtbaren Landmarken abhängig war.
Durch seine ungewöhnliche Architektur ist es zugleich ein beliebtes Fotomotiv.
Ein Besuch des Großen Kaaps lohnt sich besonders für alle, die Borkums maritime Geschichte mit einem Spaziergang durch die Dünen verbinden möchten.
Besuchertipp: Nutzen Sie die ausgewiesenen Wege und Aussichtspunkte. Die umgebenden Dünen sind empfindliche Lebensräume, die nicht abseits der erlaubten Wege betreten werden sollten.
Mehr über Funktion und Geschichte erfahren Sie im Artikel Großes Kaap von Borkum.
8. Musikpavillon – Konzerte mit Blick auf die Nordsee
Zu den bekanntesten Treffpunkten an der Borkumer Strandpromenade gehört der Musikpavillon. Direkt am Meer gelegen, verbindet er musikalische Unterhaltung mit der besonderen Atmosphäre der Nordseeküste.
Während der Saison finden hier Konzerte und weitere musikalische Veranstaltungen statt. Besucher können die Musik genießen und dabei den Blick auf Strand und Meer schweifen lassen.
Der Pavillon ist außerdem ein beliebtes Fotomotiv und gehört fest zum Erscheinungsbild der Promenade.
Besonders schön ist ein Besuch bei gutem Wetter, wenn Musik, Meeresluft und Strandatmosphäre zusammenkommen.
Auch außerhalb der Veranstaltungszeiten lohnt sich ein Spaziergang zum Pavillon. In der Umgebung befinden sich Sitzgelegenheiten und gastronomische Angebote.
Besuchertipp: Informieren Sie sich im Veranstaltungskalender über die aktuellen Konzerttermine. Nicht an jedem Tag und zu jeder Jahreszeit wird Musik angeboten.
Mehr über die Bedeutung dieses Veranstaltungsortes erfahren Sie im Beitrag Musikpavillon Borkum.
9. Borkumer Promenade – Flanieren direkt am Meer
Die Strandpromenade gehört zu den beliebtesten Orten der Insel. Hier lässt sich die besondere Atmosphäre eines Nordseeheilbades erleben: Auf der einen Seite liegen Cafés und gastronomische Angebote, auf der anderen Seite erstreckt sich der Strand bis zum Meer.
Die Bürgermeister-Kieviet-Promenade lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Besonders an sonnigen Tagen herrscht hier eine lebendige Urlaubsatmosphäre.
Unterwegs gibt es immer wieder Möglichkeiten, eine Pause einzulegen und die Aussicht zu genießen. Der Musikpavillon ist einer der markanten Anziehungspunkte.
Die Promenade ist ideal für alle, die Borkum ohne große Anstrengung kennenlernen möchten. Sie eignet sich auch als Ausgangspunkt für einen Strandspaziergang oder einen Besuch der umliegenden Geschäfte.
Besuchertipp: Besonders stimmungsvoll ist ein Spaziergang am Abend, wenn das Licht langsam weicher wird und die Nordsee im letzten Tageslicht schimmert.
10. Nordstrand – einer der schönsten Strände Borkums
Ein Besuch auf Borkum wäre kaum vollständig ohne einen Ausflug zum Nordstrand. Der breite Sandstrand gehört zu den beliebtesten Bade- und Erholungsgebieten der Insel.
Hier können Urlauber Strandkörbe mieten, spazieren gehen, im Sand spielen oder bei geeigneten Bedingungen in der Nordsee baden.
Durch die Nähe zur Strandpromenade lässt sich ein Aufenthalt am Nordstrand gut mit einem Restaurantbesuch oder einem Spaziergang zum Musikpavillon verbinden.
Besonders beeindruckend ist die Weite der Landschaft. Bei Ebbe können große Sandflächen freiliegen, während das Meer bei Flut deutlich näher an den Strand heranreicht.
Der Nordstrand gehört zu den wichtigsten Ausflugszielen für Familien, Badegäste und alle, die das typische Nordseegefühl erleben möchten.
Besuchertipp: Beachten Sie die Gezeiten und baden Sie ausschließlich in den freigegebenen Bereichen. Die Strömungsverhältnisse können sich verändern und sollten auch bei ruhigem Wetter nicht unterschätzt werden.
11. Südstrand – entspannte Stunden zwischen Strand und Dünen
Eine weitere schöne Sehenswürdigkeit ist der Südstrand von Borkum. Er liegt im südwestlichen Teil der Insel und bietet eine abwechslungsreiche Küstenlandschaft.
Der Südstrand ist besonders für Besucher interessant, die einen entspannten Strandtag verbringen oder bei einem Spaziergang die Weite der Nordsee genießen möchten.
Je nach Windrichtung und Wetterbedingungen kann dieser Strandabschnitt eine angenehme Alternative zum Nordstrand sein.
Die angrenzenden Dünen prägen das Landschaftsbild und bieten interessante Perspektiven für Naturfotografen.
Wer verschiedene Seiten Borkums kennenlernen möchte, sollte sowohl den Nordstrand als auch den Südstrand besuchen. Die unterschiedlichen Landschaftseindrücke machen einen Strandspaziergang abwechslungsreich.
Besuchertipp: Nehmen Sie bei längeren Spaziergängen ausreichend Getränke und wetterfeste Kleidung mit. Auf Borkum kann sich das Wetter auch an sonnigen Tagen schnell verändern.
12. Dünenlandschaft – Borkums einzigartige Natur entdecken
Die ausgedehnten Dünen gehören zu den schönsten Natursehenswürdigkeiten der Insel. Sie prägen das Landschaftsbild und erfüllen gleichzeitig wichtige ökologische Funktionen.
Dünen entstehen durch die Ablagerung von Sand, der vom Wind transportiert wird. Im Laufe der Zeit entwickeln sich unterschiedliche Dünenformen, auf denen sich spezialisierte Pflanzen ansiedeln.
Besonders bekannt sind Strandhafer und weitere Arten, die an sandige, nährstoffarme und windige Standorte angepasst sind. Ihre Wurzeln tragen dazu bei, den Sand zu stabilisieren.
Auf Borkum finden sich verschiedene Dünenlandschaften, darunter die Norddünen, die Woldedünen und die Kobbendünen.
Ein besonderes Naturgebiet ist die Greune Stee im südwestlichen Teil der Insel. Hier zeigt sich eine abwechslungsreiche Vegetation, die einen interessanten Kontrast zu den offenen Sandflächen bildet.
Die Dünenlandschaft gehört zu den schönsten Ausflugszielen für Naturfreunde, Wanderer und Fotografen.
Weitere Informationen zu Entstehung, Pflanzen und Naturschutz finden Sie in unserer Rubrik Natur auf Borkum.
Wichtig: Bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wegen. Viele Dünenbereiche sind geschützt und bieten empfindlichen Pflanzen sowie bodenbrütenden Vögeln wichtige Lebensräume.
13. Seehundbänke – Robben in freier Natur beobachten
Ein besonderes Naturerlebnis auf Borkum ist die Beobachtung von Seehunden. Vor der Insel befinden sich Sandbänke, auf denen sich die Meeressäuger bei geeigneten Bedingungen ausruhen.
Seehunde verbringen einen großen Teil ihres Lebens im Wasser. Zum Ruhen, für den Fellwechsel und zur Aufzucht ihrer Jungen nutzen sie jedoch auch trockengefallene Sandflächen.
Mit etwas Glück lassen sich die Tiere aus sicherer Entfernung beobachten. Ein Fernglas ist dabei besonders hilfreich.
Neben Seehunden kommen in der Nordsee auch Kegelrobben vor. Beide Arten unterscheiden sich unter anderem in ihrer Körpergröße und Kopfform.
Die Seehundbänke sind eines der schönsten Naturziele auf Borkum und besonders für Familien mit Kindern interessant.
Mehr über das Verhalten und die Lebensweise der Tiere erfahren Sie in unserer Rubrik Natur und Tierwelt auf Borkum.
Wichtig: Halten Sie Abstand zu den Tieren und betreten Sie keine abgesperrten Bereiche. Robben dürfen nicht gestört, verfolgt oder gefüttert werden. Auch scheinbar allein liegende Jungtiere sollten nicht angefasst werden.
14. Feuerschiff Borkumriff – ein schwimmender Leuchtturm
Zu den außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Insel gehört das historische Feuerschiff Borkumriff. Das ehemalige Leuchtfeuerschiff liegt heute im Hafen von Borkum und erinnert an die Geschichte der Seefahrt.
Bevor moderne Navigationssysteme und feste Seezeichen die Orientierung auf See erleichterten, wurden Feuerschiffe an wichtigen Positionen eingesetzt. Sie dienten Schiffen als schwimmende Orientierungspunkte und trugen dazu bei, gefährliche Gewässer sicherer zu befahren.
Das Feuerschiff Borkumriff ist heute ein Museumsschiff. Besucher können sich mit seiner Geschichte und der besonderen Arbeit der früheren Besatzungen beschäftigen.
Auf einem solchen Schiff zu leben und zu arbeiten, war eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Besatzungsmitglieder mussten Wind, Wellen und wechselnden Wetterbedingungen standhalten.
Für Technikinteressierte, Familien und Liebhaber maritimer Geschichte ist das Feuerschiff Borkumriff ein besonders lohnendes Ausflugsziel.
Besuchertipp: Beachten Sie, dass historische Schiffe häufig enge Durchgänge und steile Treppen besitzen. Prüfen Sie vor der Besichtigung die aktuellen Öffnungszeiten und Hinweise zur Zugänglichkeit.
15. Borkumer Kleinbahn – mit der historischen Inselbahn unterwegs
Die Borkumer Kleinbahn ist nicht nur ein Verkehrsmittel, sondern selbst eine beliebte Sehenswürdigkeit. Sie verbindet den Fährhafen mit dem Inselort und gehört seit dem 19. Jahrhundert zur Geschichte Borkums.
Die Schmalspurbahn vermittelt bereits bei der Ankunft ein besonderes Inselgefühl. Während der Fahrt ziehen Teile der Borkumer Landschaft an den Fenstern vorbei.
Eine Besonderheit sind historische Sonderfahrten, bei denen auch Dampflokomotiven eingesetzt werden. Diese Fahrten sind besonders für Eisenbahnfans und Familien mit Kindern interessant.
Die Kleinbahn zeigt eindrucksvoll, wie der Personenverkehr und die Entwicklung des Tourismus auf Borkum miteinander verbunden sind.
Eine Fahrt mit der Borkumer Kleinbahn gehört für viele Urlauber zu den schönsten Erlebnissen eines Inselbesuchs.
Besuchertipp: Wenn Sie eine historische Dampfzugfahrt erleben möchten, sollten Sie den aktuellen Sonderfahrplan beachten. Die reguläre Verbindung vom Hafen zum Ortszentrum wird unabhängig davon angeboten.
Mehr zur Geschichte und Bedeutung erfahren Sie in unserem Artikel über die Borkumer Kleinbahn.
Welche Sehenswürdigkeiten auf Borkum kann man zu Fuß erkunden?
Viele der bekanntesten Ausflugsziele liegen im westlichen Teil der Insel und lassen sich gut miteinander verbinden.
Besonders praktisch ist ein Spaziergang durch den Ortskern, bei dem Sie mehrere historische Sehenswürdigkeiten kennenlernen.
Vorschlag für einen Rundgang durch Borkum
- Start am Bahnhof: Beginnen Sie den Spaziergang am Bahnhof der Borkumer Kleinbahn.
- Neuer Leuchtturm: Besichtigen Sie eines der bekanntesten Wahrzeichen der Insel.
- Alter Leuchtturm: Entdecken Sie die ältere Geschichte der Borkumer Seefahrt.
- Walfängerfriedhof: Besuchen Sie den historischen Friedhof direkt am Alten Leuchtturm.
- Heimatmuseum Dykhus: Lernen Sie die Geschichte und Traditionen der Insel kennen.
- Strandpromenade: Spazieren Sie anschließend in Richtung Nordsee.
- Musikpavillon und Nordstrand: Beenden Sie den Ausflug mit einem Blick auf das Meer.
Für diesen Rundgang sollten Sie mindestens einen halben Tag einplanen, wenn Sie einzelne Sehenswürdigkeiten auch von innen besichtigen und zwischendurch Pausen einlegen möchten.
Je nach Öffnungszeiten und persönlichen Interessen können Sie einzelne Stationen auslassen oder einen längeren Aufenthalt am Strand einplanen.
Welche Sehenswürdigkeiten eignen sich für eine Fahrradtour?
Wer nicht nur den Ortskern kennenlernen möchte, sollte die Insel mit dem Fahrrad erkunden. Besonders die Naturgebiete und weiter entfernten Küstenabschnitte sind lohnende Ziele.
Interessante Stationen für eine Fahrradtour sind:
- Die Dünenlandschaften: Abwechslungsreiche Natur entlang der ausgewiesenen Radwege.
- Die Greune Stee: Ein Naturgebiet mit besonderer Vegetation.
- Der Südstrand: Eine schöne Möglichkeit für eine Pause am Meer.
- Das Große Kaap: Ein historisches Seezeichen und interessantes Fotomotiv.
- Der Osten der Insel: Weite Landschaften und ruhige Naturerlebnisse.
Ein Fahrrad bietet den Vorteil, dass Sie Ausflüge flexibel gestalten und unterwegs immer wieder anhalten können.
Informationen zu Mietmöglichkeiten und praktischen Tipps finden Sie in unserem Beitrag über den Freizeitbereich auf Borkum.
Tipp: Unterschätzen Sie den Wind nicht. Auf längeren Strecken kann Gegenwind deutlich mehr Kraft kosten als erwartet. Planen Sie deshalb genügend Zeit für den Rückweg ein.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Borkum für Familien
Borkum ist ein abwechslungsreiches Reiseziel für Familien. Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich auch mit jüngeren Kindern besuchen und mit spielerischen Aktivitäten verbinden.
Besonders empfehlenswert sind:
- Borkumer Kleinbahn: Ein besonderes Erlebnis für kleine Eisenbahnfans.
- Nordstrand: Sandburgen bauen, Muscheln entdecken und am Meer spielen.
- Wassermuseum: Die Bedeutung des Trinkwassers auf einer Insel kennenlernen.
- Feuerschiff Borkumriff: Maritime Technik und Schifffahrtsgeschichte entdecken.
- Seehundbänke: Wildtiere mit dem Fernglas beobachten.
- Heimatmuseum Dykhus: Interessante Geschichten über das frühere Inselleben erfahren.
Gerade mit kleineren Kindern empfiehlt es sich, nicht zu viele Ausflugsziele an einem Tag einzuplanen. Eine Mischung aus Besichtigungen, Strandzeit und Pausen sorgt für einen entspannten Urlaub.
Borkum Sehenswürdigkeiten bei Regen
Auch bei schlechtem Wetter lohnt es sich, Borkum zu erkunden. Einige Sehenswürdigkeiten bieten wettergeschützte Ausstellungen und interessante Einblicke in die Inselgeschichte.
Besonders geeignet sind:
- Heimatmuseum Dykhus: Geschichte und maritime Traditionen entdecken.
- Wasserturm und Wassermuseum: Mehr über die Wasserversorgung der Insel erfahren.
- Feuerschiff Borkumriff: Bei geöffnetem Museum die historischen Innenräume kennenlernen.
Darüber hinaus bieten sich weitere Indoor-Aktivitäten wie das Gezeitenland, das Nordsee Aquarium oder ein Kinobesuch an.
Wichtig: Nicht alle Einrichtungen sind täglich geöffnet. Gerade außerhalb der Hauptsaison empfiehlt sich eine frühzeitige Prüfung der Besuchsmöglichkeiten.
Was kosten die Sehenswürdigkeiten auf Borkum?
Viele der schönsten Attraktionen auf Borkum können kostenlos besichtigt werden. Dazu gehören beispielsweise die öffentlich zugänglichen Strandabschnitte, die Promenade und zahlreiche historische Bauwerke, die von außen betrachtet werden können.
Für andere Sehenswürdigkeiten fallen Eintrittsgebühren an. Dazu zählen insbesondere Museen, bestimmte Führungen und die Besteigung des Neuen Leuchtturms.
Kostenlose Ausflugsziele sind insbesondere:
- Die Strandpromenade
- Der Nordstrand und der Südstrand
- Das Große Kaap von außen
- Der Alte und der Elektrische Leuchtturm von außen
- Viele Spazierwege durch die Dünenlandschaft
- Der historische Walfängerfriedhof
Beachten Sie, dass für den Aufenthalt auf Borkum ein Gästebeitrag anfallen kann. Eintrittspreise für Museen und weitere touristische Angebote können sich ebenfalls ändern.
Wann ist die beste Zeit, um Borkums Sehenswürdigkeiten zu entdecken?
Die Insel lässt sich grundsätzlich zu jeder Jahreszeit erkunden. Welche Reisezeit besonders geeignet ist, hängt vor allem von Ihren Interessen ab.
Frühling – Naturerlebnisse und entspannte Spaziergänge
Im Frühjahr erwacht die Natur zu neuem Leben. Zugvögel ziehen durch das Wattenmeer, die Tage werden länger und die Temperaturen steigen langsam.
Diese Jahreszeit eignet sich besonders für Spaziergänge, Fahrradtouren und Vogelbeobachtungen.
Sommer – Strandurlaub und vielfältige Aktivitäten
Im Sommer stehen Strandbesuche, Schwimmen, Ausflüge und Veranstaltungen im Mittelpunkt. Viele touristische Angebote haben längere Öffnungszeiten.
Allerdings ist die Insel während der Ferienzeiten stärker besucht. Bei beliebten Sehenswürdigkeiten kann es voller werden.
Herbst – Ruhe und besondere Lichtstimmungen
Im Herbst lassen sich Borkums Strände und Naturgebiete oft in einer ruhigeren Atmosphäre erleben. Das wechselhafte Wetter sorgt für eindrucksvolle Wolkenbilder und besondere Lichtverhältnisse.
Für Wanderer und Naturfotografen ist diese Jahreszeit besonders interessant.
Winter – die stille Seite Borkums kennenlernen
Im Winter zeigt sich die Insel von einer ruhigeren Seite. Spaziergänge am Meer, historische Sehenswürdigkeiten und ausgewählte kulturelle Angebote können einen besonderen Reiz haben.
Allerdings sind einige touristische Einrichtungen nur eingeschränkt oder saisonal geöffnet.
Unser Fazit: Welche Sehenswürdigkeiten auf Borkum muss man gesehen haben?
Borkum vereint historische Bauwerke, maritime Kultur und einzigartige Naturlandschaften auf vergleichsweise engem Raum. Gerade diese Mischung macht die Insel zu einem interessanten Reiseziel.
Wer Borkum zum ersten Mal besucht, sollte den Neuen Leuchtturm, den Alten Leuchtturm, den Walfängerfriedhof, die Strandpromenade und den Nordstrand unbedingt einplanen. Diese Ziele vermitteln bereits einen guten Eindruck von der Geschichte und Atmosphäre der Insel.
Für einen längeren Aufenthalt lohnen sich zusätzlich Ausflüge zum Wassermuseum, zum Feuerschiff Borkumriff und in die Dünenlandschaften. Naturfreunde sollten sich außerdem Zeit für die Beobachtung von Seehunden und der vielfältigen Vogelwelt nehmen.
Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich zu Fuß erreichen, während das Fahrrad eine gute Möglichkeit bietet, auch ruhigere Bereiche der Insel kennenzulernen.
Das Besondere an Borkum ist dabei nicht allein die Zahl der Ausflugsziele. Es ist die Verbindung aus Nordsee, Natur, Geschichte und maritimer Atmosphäre, die den Aufenthalt auf der Insel so abwechslungsreich macht.

